Dieses Theaterstück richtiger Brecher! „Doktormutter Faust“ von  Fatma Aydemir lässt uns neu auf den angestaubten Faust-Stoff gucken, der übrigens immer noch in der Oberstufe gelesen wird und abiturrelevant ist – auch 2025. In ihrem ersten Theaterstück durchleuchtet Fatma Aydemir den klassischen Faust-Stoff mit machtkritischem, feministischem Blick und interessiert sich dabei für zwei gegenwärtige Tendenzen: den Personenkult emanzipatorischer Bewegungen und die Gefahr des rechten Populismus. 

Das Regisseurin Viktoria-Sofie Nitschka und ihr weibliches Ensemble vom „Theater am Fluss (TaF)“ haben das Stück auf die Bühne gebracht und ich durfte die Einführung lesen – mein Stimme kommt zu Beginn der Aufführung aus dem Off.  Fast 7 Minuten, aber dazu gab es auch noch Lichtinstallationen und die Einführung hilft all denjenigen, die den Faust nicht mehr so parat oder noch nie gelesen haben. Dieses Stück ist anders: gewagt, aufrüttelnd, manchmal schreiend komisch, aber vieles bleibt einem auch im Hals stecken. 

Danke, dass ich ein Teil davon sein durfte – und es gab sogar Süßigkeiten aus der Hexenküche, die man während der Vorstellung essen durfte. Ein echtes Erlebnis!